Mister Mond

Fast-Vollmond über dem Watzmann

…erhebt sich über die Watzmann-Südspitze

Zwei Tage vor dem Januar-Vollmond war ich mit Schneeschuhen im Wimbachgries. Nun traf es sich, dass gleich am Anfang des Tals, noch vor der Wimbachklamm, der Weg gesperrt war wegen Schneebruch-Aufräumarbeiten. Die Männer, die da mit Motorsägen zugange waren, ließen sich auch nicht überreden, mich einfach schnell mal durch zu lassen. Einer rief mir zu „muaßt woanders geh, hilft nix!“ Also nahm ich mir das zu Herzen, ging ein Stück zurück bis kurz vor dem Schafstall, schnallte die Schneeschuhe an und stapfte dann quer über eine steile Wiese zum Waldrand ein ganzes Stück weiter oben. Und siehe da, im Wald stieß ich auf einen Weg! Da war schon mal jemand mit Schneeschuhen gegangen, es gab verschneite Altspuren. Denen folgte ich bis zu einer Wildfütterung und stapfte dann den ab da unberührten Weg weiter bis zu einer Almwiese im Wald. Von dieser wusste ich dank früherer Neugier und auch, dass da mehrere solcher Wiesen hintereinander liegen und man von dort auf einem schmalen Pfad ins Wimbachgries kommt. Das war zwar insgesamt ein ganz schöner Umweg, dafür hatte ich an diesem Tag das ganze Wimbachgries für mich…

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Geschützt: Der Gesang des Waldes

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Geschützt: Novemberstille

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Der Atem der Berge

Blick vom Wildpalfen zum Steinernen Meer

Blick vom Wildpalfen zum Funtenseetauern

Zweites Oktoberwochenende, letzte Gelegenheit. Nur noch an diesem Wochenende fahren die Schiffe bis Salet ganz am Ende des Königssees, bevor auf den Winterfahrplan umgestellt wird. Der Wetterbericht hat bestes Bergwetter mit Föhn prognostiziert – welcher vernünftige Mensch könnte da zuhause bleiben? Und so hieven Rainer und ich unsere vollgepackten Rucksäcke auf den Rücken und steigen in Salet von Bord, um gleich am Steg auf die ersten unwiderstehlichen Bildmotive zu stoßen. Herbstbäume leuchten in der Morgensonne, spiegeln sich im See, wollen fotografiert sein. Wir kommen nur schleppend voran, farbgewaltig verführt uns ein Stück weiter der Obersee mit tausend Spiegelungen in seinem glatten Türkis. Willig folgen wir seinen Verlockungen…

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Königstour

Watzmann-Südspitze und Hohe Tauern

Watzmann-Südspitze

Den Donnerstag haben wir nur knapp überlebt. Der Wetterbericht hatte von „außergewöhnlichem Bergwetter“ mit „Fernsicht bis zum Anschlag“ gesprochen und wir – Rainer und ich – mussten arbeiten. Ich hielt es fast nicht aus, zumal sich das Wetter zum Wochenende hin und auch zum kurz darauf folgenden Feiertag verschlechtern sollte. Ausgerechnet. Doch gab es einen Hoffnungsschimmer – den Sonntag. Der versprach wiederum bestes Bergwetter, und den wollten wir am Schopfe packen.
Wir schwankten zwischen Hagengebirge und Watzmann und entschieden uns dann für letzteren, denn die Gelegenheit war günstig: Das Watzmannhaus war aufgrund von Umbaumaßnahmen schon geschlossen, so dass wohl nicht mit den üblichen Hundertschaften auf dem Grat zu rechnen war. Da sich das Wetter schon im Laufe des Samstags bessern sollte beschlossen wir, am Nachmittag zur Kühroint-Alm aufzusteigen und dort zu übernachten. Das würde uns für den Watzmann-Aufstieg am nächsten Tag ungefähr 800 Höhenmeter sparen und man will ja auch keine Minute Bergwetter verschenken.

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Herbststille über dem Königssee

Blick zur Schönfeldspitze

Sonnenuntergang am Feldkogel

Der Sommer war Anfang September abrupt zu Ende gegangen und der Herbst hatte es bisher nicht sonderlich gut gemeint. Bergwetter war rar gewesen und wenn, dann gerne unter der Woche. Nun war endlich mal wieder Sonne in Sicht und ich wollte unbedingt in die Berge. In höheren Gefilden liegt schon etwas Schnee, da ist es jetzt zum Biwakieren zu frisch. Ich wollte aber unbedingt nochmal zwei Tage gehen – wahrscheinlich sowieso zum letzten Mal in diesem Jahr. Außerdem wollte ich gerne noch ein bisschen Hirschgesang – bei der Wanderung zur Gotzenalm mit Susanne und Nicole hatten wir einige Hirsche gehört, doch war keine Gelegenheit gewesen, in Ruhe zu lauschen. Letztes Jahr hatte ich vom Feldkogel aus im Wald um die Grünseealm Hirsche beobachtet, also planten wir ein Abendpicknick auf dem Feldkogel und eine Nacht im Kärlingerhaus, welches an dem Wochenende gerade noch offen hatte. Schön wäre gewesen, über den Röthsteig zur Wasseralm und von dort über den Schwarz- und Grünsee zum Kärlingerhaus zu wandern, doch hätten wir das bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht geschafft, das ist schon eine knackige Strecke. So kürzten wir die Tour und beschlossen, über den Sagerecksteig zu gehen.

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Seefahrt mit Kühen und ein herrlicher Oktobertag hoch über dem Königssee

Kühe auf einem Floß auf dem Königssee

Überfahrt von Salet nach Königssee

Die Tage werden kurz, die Gelegenheiten für Hochtouren rar, doch gestern war Feiertag und schönes Wetter – nichts wie los! Das erste Boot fährt am Königssee jetzt im Herbst erst später, und um 8.30 Uhr stachen wir in See. Schade eigentlich, denn für die 8km über den See bis nach Salet braucht der Elektrokahn eine Stunde – mit Echo-Gedudel-Pause unterwegs – und eine Bergtour erst um halb zehn zu beginnen, ist ein bisschen spät. Zumal es schon um sieben dunkelt…

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In der Weite des Hagengebirges – Tag 1 – vom Königssee zum Kahlersbergnieder

Der Landtalsteig im Hagengebirge

Der Landtalsteig mit Blick aufs Steinerne Meer

Ein traumhafter Sommer war das dieses Jahr, und diese Augusttage sollten laut Prognose die letzten herrlichen Sommertage sein. Ungetrübt strahlend war das Wetter gemeldet, und so füllte ich meinen vierbeinigen Herrschaften üppig die Näpfe, packte den großen Rucksack mit der üblichen Ausrüstung und folgte dem Ruf der Berge. Ich wollte endlich mal einen Blick hinunter ins Hagengebirge werfen…
Ich stand schon um halb sechs auf – das erste Schiff am Königssee fährt sommers um 8 Uhr, und ich wollte den Tag nicht mit Hektik beginnen. Das Timing war gut, ich musste nicht lange am Kai warten, und schon saß ich im Boot.

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In der Weite des Hagengebirges – Tag 2 – vom Kahlersbergnieder zur Windscharte

Sonnenaufgang in flammenden Farben

Sonnenaufgang in flammenden Farben

In den frühen Morgenstunden stand der östliche Horizont in Flammen. Hinter den schwarzen Bergsilhouetten leuchtete der Morgenhimmel in strahlendem Inferno. Auf den Gipfeln des Steinernen Meeres zeigte sich der erste zarte Lichtschimmer. Ich setzte mich in die frühmorgendliche Stille und beobachtete den spektakulären Auftritt der Sonne. Als sie über den Rand des Horizonts blinzelte und die Farben verblassten, kuschelte ich mich nochmal in den Schlafsack. Ein Geräusch ließ mich einige Zeit später die Augen öffnen: Keine fünf Meter von mir stieg eine Steingeiss etwas eilig über die Felsen, beäugte mich äußerst misstrauisch und verschwand. Ich lag wohl mitten in ihrem Frühstück…

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Die verfallene Mittereisalm

Auf dem Weg vom Kammerlinghorn runter zum Hirschbichl kam ich an der Mittereisalm vorbei. Das Stallgebäude ist verfallen und natürlich konnte ich daran nicht einfach nur vorbei gehen!