Auf der Pegnitz – Dschungelfahrt im Herzen Frankens

Abgestorbene Bäume am Fluss

Totholz und überhängende Bäume begegnen einem auf der Pegnitz ständig

Diesen Sommer muss man beim Schopfe packen, wann immer sich die Sonne für ein, zwei Tage zeigt. Auf eine stabile Schönwetterphase braucht man weder hoffen noch warten. Mit meiner Nachbarin Rut hatte ich schon länger ausgemacht, in der ersten Sommerferienwoche Paddeln zu gehen. Wir lasen diverse Flussbeschreibungen und entschieden uns für die Pegnitz, die als „einsam“ und „landschaftlich äußerst reizvoll“ beschrieben war. Wunderbar, genau unser Ding! Read more

Elbsandsteingebirge – Tag 3 – Blick in längst vergangene Zeiten

Alte Eingangstüre

Alte Eingangstüre

Der Tag begann mit unfreundlichem Nieselregen zu grauem Himmel und wir gingen ihn gemütlich an, mit einem schönen Frühstück. Tatsächlich wurde es bei der zweiten Tasse Tee schon heller und bei der dritten fast freundlich. Der Nieselregen hatte aufgehört, ein dünnes Sönnchen wagte sich halbwegs hervor. Nach zwei ausgiebigen Tagen am, auf und um den Fels wollten wir nun die Festung Königstein besichtigen. Die sieht ja ganz schön unnahbar aus, und tatsächlich wurde sie auch nur ein einziges Mal von einer einzigen Person erobert – 1848 von dem 18-jährigen Schornsteinfegergesellen Sebastian Abratzky, der ohne Hilfsmittel in drei Stunden hinaufkletterte, weil er wohl das Geld für den Eintritt nicht hatte.
Als wir an der Kasse den Preis hörten, überlegten wir uns das kurz auch…

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Elbsandsteingebirge – Tag 2 – das Basteigebiet

Blick auf die Bastei

Blick auf die Bastei

Nach einer relativ kurzen Nacht starteten wir am nächsten Morgen ziemlich zeitig zur Bastei – wir wollten dort sein, bevor die Brücke von Besuchern übervölkert sein würde. Was auch klappte – bis auf einen alten Herrn, der in gerührter Nostalgie ein wenig von den Klettertouren seiner Kindheit schwärmte, waren wir alleine mit den Felsen und dem Blick ins Elbtal.

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Elbsandsteingebirge – Tag1 – die Schrammsteine

Talblick auf die Elbe

Blick von unserem Mittagsrastplätzchen ins Elbtal

Nach dieser recht interessanten Nacht empfing uns ein strahlender Morgen. Wir fuhren nach einem Müsli-Frühstück nach Gohrisch und bezogen unsere Ferienwohnung. Eine von zweien in einem kleinen Häuschen am Ortsrand, die andere war leer, wir waren also ganz für uns.

Danach fuhren wir flugs in Richtung Schrammsteine, unserem Abenteuerspielplatz für diesen Tag. Schon aus der Ferne sahen die Silhouetten der verschiedenen Tafelberge schön und fremdartig aus.

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Elbsandsteingebirge – 4 Tage in Deutschlands Schatzkästchen

Blick vom Carolafelsen

Auf dem Carolafelsen

Was tut Frau, wenn gerade Mai ist, sie ein paar Tage Zeit hat und das Wetter nach draußen lockt? Sie sucht sich ein schönes Fleckchen Landschaft und durchstreift dieses mit einer gleichgesinnten Freundin. Üblicherweise sind es die umliegenden Berge, in die ich meine Schritte lenke, doch da oben liegt noch zuviel Schnee zum Biwakieren. Nun hat Deutschland landschaftlich ja einiges zu bieten, und das Elbsandsteingebirge geisterte schon länger durch meine Gedanken. Liegt auch so schön zwischen dem Alpenrand und Wolfsburg, wo meine Freundin Margit lebt.

Ich stöberte im Internet nach Ferienwohnungen, fand auch eine in einem kleinen Häuschen in Gohrisch, beim Nationalpark gleich um’s Eck, preislich günstig noch dazu – perfekt! Ich kaufte Wanderkarte, Reiseführer und ein Bayernticket, während Margit die leckersten Sachen, Schlafsäcke und ein Zelt in ihr Auto stopfte. Der Haken an der Ferienwohnung war nämlich der, dass sie erst einen Tag später frei wurde als wir ankommen würden…

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Stille Riesen

Alte Eiche nahe Großheirath

Alte Eiche nahe Großheirath

Alte Bäume haben etwas Faszinierendes, egal, wie weit sie auch schon abgestorben sein mögen. Selbst der Torso eines solchen Riesen wirkt noch ehrfuchtgebietend in seiner Mächtigkeit. Bäume werden mit dem Alter immer schöner, da haben sie uns was voraus.

Jetzt im zeitigen Frühling ist eine gute Gelegenheit, die Riesen zu bestaunen, denn ihre Gestalt wird noch nicht von Laub und Buschwerk verdeckt. Während meines Osterbesuchs in der alten Heimat Oberfranken machte ich mich also dort und im angrenzenden Thüringen auf die Suche. Und fand herrliche Eichen, Linden und eine wirklich gewaltige Rotbuche. Manche der Bäume haben einen Namen – und diese Namen sind teilweise wirklich skurril. Welche Geschichten sich wohl hinter Schießeiche, Grufteiche, Abschiedseiche und dergleichen Benennung verbergen? Eichen werden ja auch gern als „1000-jährige Eiche“ bezeichnet – was in den seltensten Fällen der Wahrheit entspricht. Bei einer solchen Uralt-Eiche fand sich jedoch ein Schild, das genau dieses bestätigt. Gerne hätte ich in den umliegenden Dörfern nachgefragt, vielleicht hätte sich die eine oder andere Anekdote zu den verschiedenen Baumriesen gefunden. Leider hatte ich nicht die Zeit dazu. So kann ich hier nur wiedergeben, was ich auf Schildern vor Ort gelesen habe.

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Wind und Wellen

Chiemseewellen

Chiemseewellen

In den Wintermonaten gibt es hier im Alpenvorland öfters Fön, der gerne mit starkem Wind und ausgesprochen lauen Temperaturen einhergeht. So auch gestern. Eine steife Brise wehte am Bayerischen Meer, brachte es in Aufruhr und ließ rauschende Wellen ans Ufer schäumen. Ich genoss diese fantastische Stimmung am Rottspitz bei Übersee – um diese Jahreszeit ein stilles Plätzchen. Einzig ein Ehepaar mit zwei großen Hunden und einem noch größeren Müllsack begegneten mir dort – die hatten Müll aufgesammelt, das Vermächtnis der Sommerbesucher an die Natur.

Herrlich ungestört trödelte ich den schmalen Pfad durch’s Schilfröhricht am Ufer entlang von Bucht zu Bucht. Ich fotografierte wogendes Schilf und heranrollende Wellen, versuchte sie genau im Moment des Brechens zu erwischen. Ich spielte mit der Belichtung: Fließende Unschärfe oder eingefrorene Bewegung in kristallener Klarheit. Eine Muschelschale lehnte aufgestellt an einem kleinen Stück Holz. Zartes Perlmutt, sonnendurchschienen. Ich fand Zeit, um ein Viertelstündchen an einem windgeschützten Fleckchen im warmen Sand zu liegen und dem Gesang des Sees zu lauschen: Rauschende Wellen und flüsternde Schilfhalme…

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Seefahrt mit Kühen und ein herrlicher Oktobertag hoch über dem Königssee

Kühe auf einem Floß auf dem Königssee

Überfahrt von Salet nach Königssee

Die Tage werden kurz, die Gelegenheiten für Hochtouren rar, doch gestern war Feiertag und schönes Wetter – nichts wie los! Das erste Boot fährt am Königssee jetzt im Herbst erst später, und um 8.30 Uhr stachen wir in See. Schade eigentlich, denn für die 8km über den See bis nach Salet braucht der Elektrokahn eine Stunde – mit Echo-Gedudel-Pause unterwegs – und eine Bergtour erst um halb zehn zu beginnen, ist ein bisschen spät. Zumal es schon um sieben dunkelt…

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In der Weite des Hagengebirges – Tag 1 – vom Königssee zum Kahlersbergnieder

Der Landtalsteig im Hagengebirge

Der Landtalsteig mit Blick aufs Steinerne Meer

Ein traumhafter Sommer war das dieses Jahr, und diese Augusttage sollten laut Prognose die letzten herrlichen Sommertage sein. Ungetrübt strahlend war das Wetter gemeldet, und so füllte ich meinen vierbeinigen Herrschaften üppig die Näpfe, packte den großen Rucksack mit der üblichen Ausrüstung und folgte dem Ruf der Berge. Ich wollte endlich mal einen Blick hinunter ins Hagengebirge werfen…
Ich stand schon um halb sechs auf – das erste Schiff am Königssee fährt sommers um 8 Uhr, und ich wollte den Tag nicht mit Hektik beginnen. Das Timing war gut, ich musste nicht lange am Kai warten, und schon saß ich im Boot.

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In der Weite des Hagengebirges – Tag 2 – vom Kahlersbergnieder zur Windscharte

Sonnenaufgang in flammenden Farben

Sonnenaufgang in flammenden Farben

In den frühen Morgenstunden stand der östliche Horizont in Flammen. Hinter den schwarzen Bergsilhouetten leuchtete der Morgenhimmel in strahlendem Inferno. Auf den Gipfeln des Steinernen Meeres zeigte sich der erste zarte Lichtschimmer. Ich setzte mich in die frühmorgendliche Stille und beobachtete den spektakulären Auftritt der Sonne. Als sie über den Rand des Horizonts blinzelte und die Farben verblassten, kuschelte ich mich nochmal in den Schlafsack. Ein Geräusch ließ mich einige Zeit später die Augen öffnen: Keine fünf Meter von mir stieg eine Steingeiss etwas eilig über die Felsen, beäugte mich äußerst misstrauisch und verschwand. Ich lag wohl mitten in ihrem Frühstück…

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