Herbststille über dem Königssee

Blick zur Schönfeldspitze

Sonnenuntergang am Feldkogel

Der Sommer war Anfang September abrupt zu Ende gegangen und der Herbst hatte es bisher nicht sonderlich gut gemeint. Bergwetter war rar gewesen und wenn, dann gerne unter der Woche. Nun war endlich mal wieder Sonne in Sicht und ich wollte unbedingt in die Berge. In höheren Gefilden liegt schon etwas Schnee, da ist es jetzt zum Biwakieren zu frisch. Ich wollte aber unbedingt nochmal zwei Tage gehen – wahrscheinlich sowieso zum letzten Mal in diesem Jahr. Außerdem wollte ich gerne noch ein bisschen Hirschgesang – bei der Wanderung zur Gotzenalm mit Susanne und Nicole hatten wir einige Hirsche gehört, doch war keine Gelegenheit gewesen, in Ruhe zu lauschen. Letztes Jahr hatte ich vom Feldkogel aus im Wald um die Grünseealm Hirsche beobachtet, also planten wir ein Abendpicknick auf dem Feldkogel und eine Nacht im Kärlingerhaus, welches an dem Wochenende gerade noch offen hatte. Schön wäre gewesen, über den Röthsteig zur Wasseralm und von dort über den Schwarz- und Grünsee zum Kärlingerhaus zu wandern, doch hätten wir das bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht geschafft, das ist schon eine knackige Strecke. So kürzten wir die Tour und beschlossen, über den Sagerecksteig zu gehen.

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In der Weite des Hagengebirges – Tag 1 – vom Königssee zum Kahlersbergnieder

Der Landtalsteig im Hagengebirge

Der Landtalsteig mit Blick aufs Steinerne Meer

Ein traumhafter Sommer war das dieses Jahr, und diese Augusttage sollten laut Prognose die letzten herrlichen Sommertage sein. Ungetrübt strahlend war das Wetter gemeldet, und so füllte ich meinen vierbeinigen Herrschaften üppig die Näpfe, packte den großen Rucksack mit der üblichen Ausrüstung und folgte dem Ruf der Berge. Ich wollte endlich mal einen Blick hinunter ins Hagengebirge werfen…
Ich stand schon um halb sechs auf – das erste Schiff am Königssee fährt sommers um 8 Uhr, und ich wollte den Tag nicht mit Hektik beginnen. Das Timing war gut, ich musste nicht lange am Kai warten, und schon saß ich im Boot.

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In der Weite des Hagengebirges – Tag 2 – vom Kahlersbergnieder zur Windscharte

Sonnenaufgang in flammenden Farben

Sonnenaufgang in flammenden Farben

In den frühen Morgenstunden stand der östliche Horizont in Flammen. Hinter den schwarzen Bergsilhouetten leuchtete der Morgenhimmel in strahlendem Inferno. Auf den Gipfeln des Steinernen Meeres zeigte sich der erste zarte Lichtschimmer. Ich setzte mich in die frühmorgendliche Stille und beobachtete den spektakulären Auftritt der Sonne. Als sie über den Rand des Horizonts blinzelte und die Farben verblassten, kuschelte ich mich nochmal in den Schlafsack. Ein Geräusch ließ mich einige Zeit später die Augen öffnen: Keine fünf Meter von mir stieg eine Steingeiss etwas eilig über die Felsen, beäugte mich äußerst misstrauisch und verschwand. Ich lag wohl mitten in ihrem Frühstück…

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