Moonlight shadow

Der Vollmond zwischen Watzmann und Hundstod

Der Vollmond zwischen Watzmann und Hundstod

Mondnächte sind bei Schnee besonders zauberhaft. Wie eine stille Märchenwelt glitzert die Landschaft, die Bäume strecken ihre Schatten wie Finger aus. Ich wollte unbedingt den Vollmond über dem Steinernen Meer aufgehen sehen, doch habe ich im Moment keine Chance, da hinzukommen. Zuviel Schnee und wie ich am Samstag vom Seehorn aus sehen konnte, noch keine feste Spur, die das Vorwärtskommen erleichtern würde. Ich gebe solche Vorhaben jedoch nie so ohne weiteres auf und überlegte hin und her. Da ich im Skifahren leider kein Held bin – ich komme zwar überall rauf, aber wahrscheinlich nicht in einem Stück runter – bleiben mir für Wintertouren nur Schneeschuhe, mit denen man in der Reichweite deutlich eingeschränkt ist. Meine Zwischenidee, übers Seehorn, die Hochwiese und die Hundstodreiße zum Ingolstädterhaus zu gehen, verwarf ich wieder – ist ne ganz schöne Strecke und ich wollte unbedingt vermeiden, dass der Mond ohne mich aufgehen würde, während ich mich die Reiße hochkämpfte. Also kürzte ich den Plan und beschloss, den Vollmond vom Seehorn aus zu beobachten.

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Geschützt: Novemberstille

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Der Atem der Berge

Blick vom Wildpalfen zum Steinernen Meer

Blick vom Wildpalfen zum Funtenseetauern

Zweites Oktoberwochenende, letzte Gelegenheit. Nur noch an diesem Wochenende fahren die Schiffe bis Salet ganz am Ende des Königssees, bevor auf den Winterfahrplan umgestellt wird. Der Wetterbericht hat bestes Bergwetter mit Föhn prognostiziert – welcher vernünftige Mensch könnte da zuhause bleiben? Und so hieven Rainer und ich unsere vollgepackten Rucksäcke auf den Rücken und steigen in Salet von Bord, um gleich am Steg auf die ersten unwiderstehlichen Bildmotive zu stoßen. Herbstbäume leuchten in der Morgensonne, spiegeln sich im See, wollen fotografiert sein. Wir kommen nur schleppend voran, farbgewaltig verführt uns ein Stück weiter der Obersee mit tausend Spiegelungen in seinem glatten Türkis. Willig folgen wir seinen Verlockungen…

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Almer Wallfahrt

Wallfahrer auf der Via Alpina im Steinernen Meer

Wallfahrer im Steinernen Meer

Wandern in großen Gruppen ist ja nicht so meins, und so habe ich bisher um die Wallfahrt von Maria Alm über das Steinerne Meer nach St. Bartholomä am Königssee einen deutlichen Bogen gemacht. Auf dem Weg frühmorgens durch die Ramseider Scharte zum Riemannhaus kam ich neulich ins Gespräch mit einer netten älteren Dame. Ihre Bemerkung, die Wallfahrt sei schon ein ganz besonderes Erlebnis, ließ mich nachdenklich werden. Der Zeitpunkt der diesjährigen Wallfahrt war nicht mehr fern, und natürlich gehört sie zum Steinernen Meer einfach dazu. Ich beschloss, mitzugehen.

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Kleine Wanderung auf das Hochlafeld

Sonnenaufgang. Das Gipfelkreuz vor dem Watzmann.

Sonnenaufgang. Das Gipfelkreuz vor dem Watzmann.

Endlich fanden sich zwei Tage, an denen das Wetter stabil gemeldet war und meine Freundin Manja und ich beide Zeit hatten. Mein Muskelkater von einer knackigen vorhergehenden Bergtour hatte sich beruhigt, wie schön. Trotzdem hatte ich keine Lust auf einen Gewaltmarsch, Manja auch nicht, also entschieden wir uns für eine zahme Touristentour von Kessel zur Gotzenalm – und dann würden wir dort schon was finden, wo wir unsere Nasen noch hineinstecken könnten.

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Von Maria Alm über die Wasserfallscharte ins Steinerne Meer

In der Wasserfallscharte

In der Wasserfallscharte

In dieser Saison ließ das perfekte Bergwetter lange auf sich warten. Erst in der zweiten Augusthälfte wurde es verlässlich und blieb auch den September hindurch mit zwei kurzen nassen Unterbrechungen stabil. Ich nutzte es ausgiebig zu zahlreichen Touren im Hagengebirge und Steinernen Meer. Die letzte Wanderung machte ich von Maria Alm aus, ich wollte über die Luegscharte aufsteigen.

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Geschützt: Hirschgesang am Feldkogel

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In der Weite des Hagengebirges – Tag 1 – vom Königssee zum Kahlersbergnieder

Der Landtalsteig im Hagengebirge

Der Landtalsteig mit Blick aufs Steinerne Meer

Ein traumhafter Sommer war das dieses Jahr, und diese Augusttage sollten laut Prognose die letzten herrlichen Sommertage sein. Ungetrübt strahlend war das Wetter gemeldet, und so füllte ich meinen vierbeinigen Herrschaften üppig die Näpfe, packte den großen Rucksack mit der üblichen Ausrüstung und folgte dem Ruf der Berge. Ich wollte endlich mal einen Blick hinunter ins Hagengebirge werfen…
Ich stand schon um halb sechs auf – das erste Schiff am Königssee fährt sommers um 8 Uhr, und ich wollte den Tag nicht mit Hektik beginnen. Das Timing war gut, ich musste nicht lange am Kai warten, und schon saß ich im Boot.

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