Der Atem der Berge

Blick vom Wildpalfen zum Steinernen Meer

Blick vom Wildpalfen zum Funtenseetauern

Zweites Oktoberwochenende, letzte Gelegenheit. Nur noch an diesem Wochenende fahren die Schiffe bis Salet ganz am Ende des Königssees, bevor auf den Winterfahrplan umgestellt wird. Der Wetterbericht hat bestes Bergwetter mit Föhn prognostiziert – welcher vernünftige Mensch könnte da zuhause bleiben? Und so hieven Rainer und ich unsere vollgepackten Rucksäcke auf den Rücken und steigen in Salet von Bord, um gleich am Steg auf die ersten unwiderstehlichen Bildmotive zu stoßen. Herbstbäume leuchten in der Morgensonne, spiegeln sich im See, wollen fotografiert sein. Wir kommen nur schleppend voran, farbgewaltig verführt uns ein Stück weiter der Obersee mit tausend Spiegelungen in seinem glatten Türkis. Willig folgen wir seinen Verlockungen…

Wir lassen ihn schließlich hinter uns und überqueren die Wiesen des Röthkessels. Deutschlands höchster Wasserfall ist nach dem extrem trockenen Sommer verschwunden, nur dunkle Streifen am Fels verraten ein wenig Nässe. Wir steigen durch die Röthwand in Richtung Wasseralm. Auf dem schmalen Pfad stoßen wir plötzlich auf ein verknäueltes Bündel aus Fell, langen Beinen und abgebrochenem Geweih – ein abgestürzter Hirsch. Ich komme nicht umhin, mir vorzustellen, mit welchen psychischen Herausforderungen sich die Bergretter konfrontiert sehen, wenn sie Absturzopfer bergen. Etwas beklommen steigen wir über den Kadaver hinweg. Oberhalb der Wand kommen wir in den Wald. Wild und märchenhaft umfängt uns moosgrüne Stille, durch die sich hie und da ein Sonnenstrahl tastet. Über uns glüht eine junge Buche im Feuer ihrer Blätter. Ein herbstmüder Farn malt ein filigranes Schattenmuster auf unseren Weg, welcher sich stetig bergauf windet.

Flankiert von mächtigen Bäumen, vorbei an der Felswand der ehemaligen Sonntagalm erreichen wir schließlich die Wiesen der Wasseralm. Wie wunderschön sie sich im weichen Licht der Herbstsonne vor uns ausbreiten! Der Röthbach zieht seine Schleifen hindurch, doch bis auf einige Gumpen ist das Bachbett leer. An den Wasseralmhütten sprudelt es dennoch eiskalt aus dem Brunnen und wir füllen unsere Flaschen auf. Das Frühstück ist lange her und so machen wir es uns im Sonnenschein auf der Bank vor der Hütte bequem und erleichtern unsere Brotzeitschachteln. Zwei, drei andere Wanderer kommen vorbei, einer macht es sich an der Hüttenwand ums Eck gemütlich. Die Tür zum Lager ist offen, ein paar Betten sind ganz offensichtlich belegt. Wir sind nicht die Einzigen, die es an diesem Wochenende in die Berge zieht!

Blick auf die Wasseralm

Blick auf die Wasseralm mit den Teufelshörnern und dem Wildpalfen

Wenig später packen wir zusammen und folgen dem Ruf der Gipfel hoch über uns. Wir wandern in Richtung Landtal, bis wir unterhalb der Schreck sind. Wir wollen von dort aufs Hanauerlabl, haben aber etwas Mühe, den Anfang des unmarkierten Steiges zu finden, der durch die Schreck führt. Die Hirsche haben hier ihre eigenen Pfädchen in den Waldboden getrampelt, das verwirrt etwas. Schließlich sind wir dann doch auf der richtigen Spur und stoßen am Rand eines Lawinenstrichs auf Steinmännchen. Von da an ist der Steig gut zu verfolgen.
Das Gelände wird felsiger, die Ahornbäume werden von Lärchen abgelöst. Leuchtendes Gelbgrün in allen Nuancen umgibt uns. Je höher wir kommen, desto knorriger ist der Wuchs der Bäume. Die Lärchen auf dem Grat des Hanauerlabls könnte man von weitem für Laubbäume halten. Sie bilden mehrere Spitzen und ausladende Seitenäste, dafür werden sie nur ein paar Meter hoch. Ich wüsste manchmal gerne, wie alt solche markanten Bäume sind. Sie wachsen in dem rauen Hochgebirgsklima nur sehr langsam, so dass der meist moderate Stammumfang auf das Alter nicht schließen lässt.

Hier oben geht ein recht frisches Windchen, das mit der Höhe an Intensität zunimmt. Als wir die braungoldene Wiesenfläche des Hanauerlabls erreichen, pfeift es uns ganz ordentlich um die Ohren und wir ziehen uns schleunigst die Jacken über.
Aber das Licht! Die Farben! Und – diese Weite…
Die Sicht ist von berauschender Klarheit. Wir stehen schweigend, umringt von Gipfeln. Die Mächtigkeit dieses Augenblicks nimmt uns die Worte, die zu klein sind um auszudrücken, was wir fühlen.
Der heftige Wind holt uns aus unserer Andacht. Es ist bereits später Nachmittag und wir brauchen ein Plätzchen für die Nacht. Hier oben auf der Kuppe wären Sonnenauf- und Untergang magisch, doch brauchen wir etwas Windschutz. Der Sattel des Laubköpfls scheint uns geeignet, und so queren wir dorthin, vorbei an den Grundmauern der ehemaligen Almhütte.

Tatsächlich bläst es auf dem Sattel deutlich weniger und wir machen uns dort breit. Ich habe den Kocher dabei und zaubere eine Tasse dampfenden Instantkaffees, den wir genüsslich zur Abendbrotzeit schlürfen. Als das Sonnenlicht dünn wird, steigen wir, in alle verfügbaren Jacken gehüllt, auf das Laubköpfl. Hier hat uns der Wind wieder mit aller Heftigkeit, trotzdem setzen wir uns an das kleine Gipfelkreuz und beobachten, wie die Sonne hinter dem Watzmann versinkt.

Mit ihr verschwindet auch der letzte Hauch von Wärme, den sie noch verbreitet hat, und wir ziehen uns eilig auf den wenigstens etwas geschützten Sattel zurück. Der ist zum Glück breit genug, dass man sich in der Nacht unbedenklich umdrehen kann, ohne im Schlafsack den beidseitig lauernden Hang hinunter zu rollen und sich dann im freien Flug über die Kante in größere Tiefen zu verabschieden. Ich finde das sehr beruhigend und breite die Isomatte und die ineinander verschachtelten Schlafsäcke aus – ich habe zwei mitgenommen, ich bin kälteempfindlich. Die machen dann schon beim Aufstieg warm.
Wir sitzen noch ein Weilchen im Gras, naschen diverse feine Kleinigkeiten – auch damit sind wir gut ausgestattet.

Der Mars ist über uns am Himmel auch schon da. Der Mond gibt ein kurzes Stelldichein, versinkt dann rasch hinter dem Funtenseetauern und überlässt die Bühne den Sternen. Satelliten und blinkende Flugzeuge eilen über den Himmel, sie haben sich ungefragt ins Bild gemogelt.
Da! Eine dicke Sternschnuppe zieht einen leuchtenden Schweif, ein bisschen später noch zwei weitere. Ich würde gerne den Wind abstellen, der den Weg zu uns doch noch gefunden und seine Richtung geändert hat. Nun, er wird uns wenigstens den nächtlichen Tau ersparen. Vom Schneibstein her kommt ein Hubschrauber gebrummt, kreist weiter oben mit Suchscheinwerfer herum, erst beim Teufelshorn, dann bei den Hochfeldköpfen. Pizzaservice? Wir hatten nichts bestellt und der Hubschrauber dreht auch plötzlich ab und fliegt schnurstracks zurück. Wir sind wieder alleine mit dem Wind. Es wird ziemlich kalt und wir kuscheln uns in sämtliche Schlafsäcke. Ich schaue noch eine ganze Weile, der Sternenhimmel ist oben in den Bergen so wunderschön. Irgendwann schlafe ich ein.
Ich werde in der Nacht öfters wach – der Wind ist trotz Mütze sehr unangenehm am Kopf und im Gesicht. Ich schaue immer wieder in den Sternenhimmel – viel zu selten sind solche Augenblicke, wie haben wir uns abgeschottet von diesen schlichten Wundern der Natur. Wann erleben wir einen Sonnenaufgang, wann sehen wir den Sternenhimmel ganz ohne Lichtverschmutzung, wann hören wir einmal – nichts?
Jetzt lausche ich allerdings auch hier in der Gipfeleinsamkeit nicht der Stille, sondern den Geräuschen des Windes: Fauchend fährt er durch die Latschen unterhalb der Abbruchkante, rauscht in Böen durch das trockene Gras und raunt tief unten im Bergwald. Föhnsturm, Atem der Berge.

Beim nächsten Erwachen ist der Himmel heller, der Morgen pirscht sich an. Ich bin schläfrig, vergrabe mich nochmal tiefer in den Daunen, es bläst immernoch heftig. Kurz darauf höre ich Rainer, der ebenfalls wach ist und sich aus seinen eineinhalb Schlafsäcken schält. Auf dem Funtenseetauern liegt der erste zarte Lichtschimmer, der zusehends an Farbe und Intensität gewinnt. Wir vermummen uns in möglichst viele Kleidungsschichten und steigen auf das Laubköpfl. Hier beutelt uns der Sturm gewaltig, er hat seit dem Vortag noch ganz schön zugelegt. Da er „ablandig“ ist und wir nicht vom Gipfelchen fliegen wollen, setzen wir uns in respektvollem Abstand zur Kante ins Gras. Wir fotografieren ein bisschen, doch wird uns in dem Sturm schnell kalt und wir holen unsere Schlafsäcke. Meiner liegt fast waagrecht in der Luft, als ich damit auf den kleinen Gipfel zurückkomme, und ich halte ihn beim Hineinsteigen gut fest – der würde bis zum Obersee fliegen.

Wir halten durch, bis die Sonne die umliegenden Gipfel wachgeküsst hat, dann verziehen wir uns hinunter auf den Sattel und packen zusammen. Das Frühstück verschieben wir auf später, denn zwischen uns und der Sonne liegen die Hochfeldköpfe. Wir steigen am Grat hinauf. Silberdisteln glänzen in der Morgensonne und zwischen Samenständen längst verblühter Schönheiten entdecken wir unzählige vertrocknete Edelweißsterne. Wie prächtig muss diese Wiese im Sommer sein! Kurz vor dem Gipfel kommen wir an eine Mulde zwischen Felsen, die windgeschützt genug fürs Frühstück ist. Wir werfen den Kocher an und bald zieht uns frischer Kaffeeduft in die Nasen – welch ein willkommener Luxus! Ein bisschen streckt der Wind auch hier seine Finger nach uns aus, so dass wir gar nicht erst in Versuchung kommen, das Frühstück allzusehr auszudehnen. Wir packen ein und steigen ganz hinauf zum Gipfelkreuz.

Der Alpenvereinsführer schreibt, dass sich auf der Südseite des südöstlichen Hochfeldkopfes eine zum Biwakieren geeignete Höhle befindet. Nun stecke ich meine neugierige Nase sowieso gerne in diverse Felslöcher rechts und links des Weges. Und wenn einem dann ein solches auch noch als Dach über dem Kopf dienen kann, ist es natürlich besonders interessant. Leider ist die Lagebeschreibung aber so allgemein, dass einem in dem unübersichtlichen Karstgelände schon der Zufall zu Hilfe kommen muss, damit man sie findet. Seufzend verzichte ich auf Nachforschungen.

Wir hatten ursprünglich geplant, von den Hochfeldköpfen auf den Bramasofenkopf und von dort über den Kahlersberg zu gehen, doch sind wir uns nicht sicher, ob wir den Abstieg vom Kahlersberg zum Hochgschirr noch bei Licht schaffen würden. Außerdem lockt der Wildpalfen mit seinen ausgedehnten Wiesenhängen. Wir sind noch dabei, eine mögliche Route durch den Karst zu planen, als ein großer dunkler Vogel über uns erscheint und sich vom Wind in Richtung Westen davontragen lässt. Ein Adler, welch ein Glück!

Wir steigen ab in Richtung Bramasofenkopf und weiter schräg auf einen Einschnitt in der nördlichen Wand des Wildpalfen zu. Wir kommen unweit des Hochfeldkopfes zu einem grasdurchwachsenen flachen Tälchen und just als ich mich umdrehe, sehe ich gegenüber unter einer Stufe ein großes rundes Loch. DAS könnte die Höhle sein! Und schon bin ich dort und klettere mit Stirnlampe bewaffnet hinein. Ein nahezu runder kleiner Raum, trocken, der Boden eben, bedeckt mit Steinbrocken zwischen Faust- und Kindskopfgröße. Nicht unbedingt gemütlich, aber wetterfest. HA! Wir haben sie doch gefunden, die Biwakhöhle, denn das muss sie sein. Und ganz ohne Suchen.

Blick zur Biwakhöhle

Blick zur Biwakhöhle

Wir steigen weiter durch das zerklüftete Gelände in Richtung Wildpalfen – ein Genuss, weglos in dem griffigen Fels herumzuklettern. Allerdings muss man vermeiden, in eine Latschen-Sackgasse zu geraten, denn die Latschen lassen einen nur ungern durch, das ist mühsam und kratzig.
Wir sehen vor uns einige Gemsen davonlaufen – leichtfüßig springen sie durch die Rinne in der Wand des Wildpalfen, durch die auch wir hinauf wollen. Am Wandfuß ist das Gelände zerfurcht und mit Löchern übersät, in denen noch Altschneereste liegen. Wir folgen den Gemsen durch die Rinne, die sich gut klettern lässt, und stehen kurz darauf auf den herrlichen Wiesenhängen des Wildpalfen. Erst jetzt sehe ich deren Weitläufigkeit – und bin beeindruckt. Nicht weit von uns befindet sich in dem langen Grashang eine große ebene, runde Fläche – ein idealer Biwakplatz, weich gepolstert, und wir merken ihn uns „für später einmal“. Wir steigen den Hang hinauf zum Gipfel, den ein neues Holzkreuz ziert. Es ist schlicht und edel, da hatte jemand Geschmack.

Die Aussicht ist grandios. Im Westen erhebt sich gewaltig König Watzmann. Am Rand des Hanauerlabls leuchtet eine Reihe Lärchen im Kontrast zum dunklen Hintergrund. Im Süden liegt das Steinerne Meer, das sich in gestochen scharfer Klarheit präsentiert. Wie oft bin ich diesen Sommer dort umhergestreift und bekomme doch schon wieder Sehnsucht nach dieser einzigartigen Steinwüste. In östlicher Richtung zieht sich die weglose Wildnis des Hagengebirges bis zu dessen Ostabstürzen. Dahinter erhebt sich das Tennengebirge und ganz in der Ferne das Dachsteinmassiv. Am meisten jedoch fasziniert mich die mächtige Wand des Großen Teufelshorns, das sich an den Wildpalfen anschließt, getrennt durch den Eisgraben. Wir stehen und schauen. Episch, dieses Panorama. Der Blick in die Weite ist eine Wohltat für meine bildschirmgeplagten Augen. Schließlich reißen wir uns los und gehen in Richtung Eisgraben über die langen Wiesenhänge abwärts.

Wie so oft sieht es von oben an mehreren Stellen so aus, als könnte man bequem durch die Wand absteigen, und wie so oft ist das ein Irrtum. Man muss den Steig treffen, der hinunter führt, sonst kommt man schnell in heikles Gelände. Rainer war hier schon öfters und weiß, wo er suchen muss, ich trotte einfach hinterher. Wieder begeistern uns die Lärchen, die im Nachmittagslicht wie Fackeln leuchten. Oberhalb der ehemaligen Röthalm machen wir es uns am windgeschützten Grashang gemütlich für ein Nachmittagspäuschen mit Kaffee. Wir sind tiefenentspannt.

Etwas seufzend erheben wir uns schließlich, packen die spärlichen Reste unserer Verpflegung ein und steigen zur Röthalm ab. Von dort folgen wir einem Pfad durch den Bergwald zu dem Wanderweg, der von der Wasseralm um den Röthkessel herum über das Landtal zum Hochgschirr führt. Der Wald ist hier dunkel und moosig-feucht, farnüberwucherte Felsbrocken liegen zwischen knorrigen Bäumen. Überall sind frische Trittspuren, hier ist Hirschrevier.
Wir erreichen den Wanderweg und folgen ihm in Richtung Landtal. Er bietet immer wieder wundervolle Ausblicke auf den Obersee. Als wir uns dem Landtal nähern, hören wir im Wald oberhalb der Brustwand einen Hirschbullen röhren. Wie der letzte Dinosaurier schallt er durch den Wald. Spät dran, der Gute, die Hirschbrunft war schon, aber wir freuen uns über seinen Männergesang.
Im Landtalbach füllen wir etwas Wasser auf, dann machen wir uns an den langen Anstieg durchs Landtal zum Hochgschirr. Meist habe ich schon ein gewisses  Pensum hinter mir, wenn ich das Landtal erreiche, doch genieße ich jedesmal den Blick über den Talkessel der Röth hinweg zum Steinernen Meer. Die Wände von Kahlersberg und Lafeld bilden dabei einen wunderbaren Rahmen. Das Bild verändert sich alle paar Schritte. Ich weiß nicht, wie viele unzählige Fotos ich dort inzwischen gemacht habe – das Licht und die Stimmung sind immer wieder anders. Jetzt umgibt uns mit einemmal ein warmes orangerosa Licht. Die Felswände des Kahlersberges scheinen zu leuchten. Ein paar Wolken über uns reflektieren das Licht der untergehenden Sonne. Dann verblassen sie und die Landschaft versinkt in abendlichen Grautönen.

Wir kommen zum Hochgschirr, wo einem der Wind gerne bis unter die Haut fährt, was er auch diesmal kraftvoll tut. Auf der anderen Seite finden wir ein Stück tiefer an einem Felsblock eine einigermaßen geschützte Stelle und machen uns über die Reste in den Brotzeitdosen her. Wer will die schon zurück zu Tale tragen? Währenddessen ist auch der letzte Tageslichtschimmer verschwunden. Sterne kommen hervor und der gute alte Mars. Um uns zwischen den Steinen beim Abstieg nicht den Hals zu brechen nehmen wir die Stirnlampen. Das ist ein bisschen schade, denn dadurch beschränkt sich die Wahrnehmung auf den Lichtkegel, doch habe ich auch keine Lust, im Dunkeln zwischen den Brocken herumzustolpern. Wir gehen durch den Stiergraben zur Priesbergalm. Von dort an sind wir auf Forststraßen und können wieder ohne Lampen gehen. Der Mond schaut kurz vorbei und verschwindet wieder, kaum, dass er sich über die Gipfel erhoben hat. Wir werden jäh aus dem Bergfrieden gerissen, als an der neuen Mittelstation der Jennerseilbahn ein Bewegungsmelder nach dem anderen anspringt und uns und das Bauwerk in Flutlicht taucht. Wir waren eigentlich zufrieden gewesen, möglichst wenig davon zu sehen. Wir treten wieder in Waldesdunkel, aus dem wir schließlich am Parkplatz Hinterbrand auftauchen, wo einsam unsere Autos stehen.